Wie in TARGIT mit Open-Data und Karten spannende Geschichten entstehen
Das Wichtigste in Kürze
– b-imtec hat beim TARGIT Visualization Contest 2021 ein Meteoriten-Dashboard auf Basis von NASA Open Data gebaut – und dabei den kompletten BI-Prozess von der Rohdaten-Abholung bis zur Visualisierung durchlaufen.
– Datenquelle: NASA-Datensatz mit Meteoriten-Einschlägen nach Ort, Datum und Gewicht – importiert in SQL, bereinigt mit Alteryx, modelliert in TARGIT Data Discovery.
– Neue TARGIT-Kartenfunktionen (2021) ermöglichten benutzerdefinierte Geodaten-Visualisierungen inklusive Reverse Geocoding.
– Kernaussage des Projekts: Gute Data Preparation entscheidet mehr über den Projekterfolg als die Wahl des Visualisierungstools.
– Den fertigen Dashboard-Link findet man im Text – funktioniert ggf. nur für TARGIT-Nutzer mit Zugang zur Solutions-Plattform.
Am Anfang war …
Der blaue Planet. Unsere Heimat. Ein schöner Ort, der still und friedlich an dritter Stelle in unserem Sonnensystem durch‘s All treibt. Keine Angst, dies wird kein „Save the Planet“-Beitrag. Gleichwohl unser Planet doch sehr schützenswert ist, wird dieser Beitrag ein kurzer Ausflug in die spannenden neuen Karten-Funktionen von TARGIT, die im diesjährigen Visualization Contest im Mittelpunkt standen. Und ja, wir waren ebenfalls mit von der Partie.
Doch erst einmal langsam und von Anfang an: TARGIT hat dieses Jahr einen Wettbewerb ausgerufen, in dem alle TARGIT-Partner aufgerufen wurden, sich mit den neuen Karten-Funktionen in TARGIT auseinanderzusetzen und ein Dashboard mit eben diesen neuen Funktionen zu erstellen. Schnell war klar, dass auch ein Team von b-imtec teilnehmen wird und so nahm das Projekt seinen Anfang.
Die Entscheidung darüber, was im Fokus der Analyse stehen sollte, war die erste Herausforderung. Covid-19? Sicherlich ein durchaus aktuelles Thema, aber auch ein unfassbar ermüdendes Thema – kurzum: Also kein Covid-19 Dashboard.
… die Ideenfindung und …
Bereits seit längerer Zeit sind wir ja schon mit dem Thema Open-Data unterwegs und bezeichnen uns selbst als „opendata.minded“. Es lag also nahe, offene Datenquellen zu durchforsten und so für die notwendige Inspiration zu sorgen.
Nach einem kurzen Ausflug ins kreative Ideenchaos – die Open-Data-Quellen gehen von Echtzeit-Blitzeinschlägen, globaler Auflistungen von Haiangriffen inkl. Verletzungsmustern über detaillierten Immobilienpreisentwicklungen bis hin zu Naturkatastrophen jedweder Art – haben wir uns letztendlich dazu entschieden, das Thema Meteoriten-Einschläge anhand von frei verfügbaren NASA Daten anzugehen.
So weit, so gut – wir hatten also eine nicht unerhebliche Menge an Daten, die Einschläge nach Ort, Datum und Gewicht des kosmischen Herumtreibers mit ihrem letzten Ziel Erde aufführten. Generell eine gute Grundlage, aber was macht man jetzt mit diesen Daten?
… die Umsetzung …
Und hier ist vieles, was wir in unseren Blogbeiträgen in der Theorie beschreiben, plötzlich lebendig geworden. Also los:
Abholung der Daten an der Quelle
Die Abholung der Daten gestaltete sich in der Reihe der Aufgaben als einfachste Herausforderung. Um eine optimale Arbeitsgrundlage zu schaffen und bei den späteren Arbeitsschritten mehr Möglichkeiten zu haben, wurden die Daten als „Einmal“-Import direkt in einer SQL-Datenbank gespeichert.
**Aufbereitung der Daten (Glätten der Einträge, Vereinheitlichung der Datenformate, etc.) **
Wir wissen, dass nur gute Daten auch gute Ergebnisse liefern – also haben wir die Daten über unser Tool Alteryx aufbereitet. In Alteryx konnten wir mit wenigen Klicks die sonst eher mühsamen Schritte der Datenaufbereitung erledigen. Ein guter Beweis dafür, dass sich mit dem Einsatz der richtigen Tools viel Zeit und Geld sparen lässt.
**Anreichung der Daten um weitere Meta-Daten (u.a. Reverse Geocoding) **
Nach der Datenbereinigung konnten wir uns um die Anreicherung unserer Geodaten kümmern. Um die notwendigen geografischen Daten zu erhalten, waren sowohl mehrere Geocoding- als auch Reverse-Geocoding-Schleifen notwendig. Mühsam, aber eben die absolut notwendige Grundlage, um die Werte später korrekt auf der Karte dazustellen.
Aufbau Datenmodell in TARGIT Data Discovery
Hier zeigt es sich wie sinnvoll eine gründliche und gewissenhafte Data-Preparation ist, denn mit nur wenigen Klicks ließ sich unser Datenmodell aus den vorhandenen Datenquellen zusammenführen und konfigurieren.
Mehr zum Stellenwert von Data-Preparation in unserem Whitepaper „BI – jenseits der bunten Bilder“
**Visualisierung der Daten in einem „fancy“ Design mit intuitiver Benutzerführung **
Wie stellt tausende von möglichen Weltuntergängen anschaulich und ansprechend dar? Selbstverständlich mit einer Karte. Gut, dass TARGIT mit seinem letzten Update hier nachgerüstet hat und wir mit allen Möglichkeiten versorgt waren. Mehr dazu im nächsten Absatz. Doch nicht nur Karten haben uns die Arbeit leichter gemacht, auch die kreative Nutzung von verschiedenen Layouts als einblendbare „Hilfe-Fenster“, sorgte bei der Präsentation für einen Aha-Effekt bei TARGIT und wurde lobend erwähnt.
Hier geht’s zu unserem Dashboard
Alle Beiträge aus dem Contest finden Sie hier
Implementierung eigener kreativer Karten-Visualisierungen
Von der simplen Darstellung von Einschlägen per Dots auf einer Karte, bis hin zu benutzerdefinierten Masse-Kategorisierungen, die wir eigens für dieses Projekt konzipieren und umsetzen konnten, bot uns TARGIT alles, was zur letztendlichen Umsatz notwendig war.
Mehr zu den neuen TARGIT Karten
Abspann
Dieses Projekt zeigt: Wer bei der Data-Preparation schlampt, kämpft danach auf dem Dashboard gegen die falschen Zahlen. Der Aufwand im Datenkeller zahlt sich direkt in der Analysequalität aus. Weiterhin sieht man, dass das richtige Tool – in unserem Falle Alteryx – hilft schnell und sicher auch aufwändige Arbeitsschritte schnell und einfach zu meistern, was vor allem bei oftmals fragmentierten Open-Data-Datenquellen eine nicht unerhebliche Aufwandsminderung bedeuten kann.
Zum Abschluss ein herzliches Dankeschön an TARGIT für die Gelegenheit mal wieder „out-of-the-box” zu denken und neue Wege auszuprobieren. Zudem noch einmal unsere Glückwünsche an alle Nominierten und Gewinner dieses spannenden TARGIT-Visualization-Contests 2021! Wer mehr über die TARGIT Decision Suite erfahren möchte oder sehen will, wie wir BI-Projekte umsetzen: unsere Referenzberichte geben einen guten Eindruck.
Häufig gestellte Fragen
Was sind TARGIT Karten und was können sie?
TARGIT Karten sind ein Dashboard-Element für geografische Visualisierungen – von einfachen Punkt-Karten bis zu benutzerdefinierten Flächendarstellungen. Sie unterstützen Geocoding, Reverse Geocoding und individuelle Masse-Kategorisierungen, wie im Meteoriten-Projekt gezeigt.
Welche Rolle spielt Data Preparation im Projekt?
Im Meteoriten-Projekt war die Datenaufbereitung der aufwändigste Schritt: Geocoding- und Reverse-Geocoding-Schleifen, Datenbereinigung in Alteryx, Vereinheitlichung von Formaten. Erst danach war das Datenmodell in TARGIT in wenigen Klicks fertig. Die Qualität der Visualisierung hängt direkt an der Qualität der Vorbereitung.
Kann ich mit TARGIT auch eigene Open-Data-Quellen einbinden?
Ja – TARGIT unterstützt den Import aus SQL-Datenbanken und über TARGIT Data Discovery die flexible Modellierung verschiedener Quellen. Für unstrukturierte oder API-basierte Quellen wie NASA-Daten ist ein vorgelagerter ETL-Schritt (z. B. via Alteryx oder Power Query) sinnvoll.
Hinweis: TARGIT ist seit Juli 2025 Teil der Forterro-Gruppe — einem europäischen Industriesoftware-Anbieter mit ERP-Fokus. Für bestehende Kunden ändert sich am Produkt nichts, die Innovationsrichtung bleibt BI für operative Mittelstandsprojekte. Details: TARGIT Newsroom.
Mehr zur TARGIT Decision Suite:Alle Informationen zu TARGIT — 8x BARC Nr. 1 in Folge